Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev

CLAP & SLAP

Vilnius, Warschau
Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev | CLAP & SLAP | @Donatas Ališauskas

«CLAP & SLAP» bringt zwei befreundete Künstler*innen aus Belarus und Litauen auf die Bühne, zweier Länder, deren Beziehungen seit Russlands Angriff auf die Ukraine weitestgehend eingefroren sind. Gemeinsam verhandeln sie aus politischen, geografischen, sozialen und persönlichen Blickwinkeln die Spannungen zwischen ihren beiden Ländern. Dabei geht es um Verantwortung, Angst, Selbstverteidigung und Aggression – und vor allem um die Frage, wie Dialog trotz Konflikt möglich bleibt.

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Zwei Körper treffen aufeinander, stossen heftig zusammen und verweilen in verletzlicher Nähe. Ohnmacht und Verantwortung vermischen sich, zwischen gewaltvollen Ohrfeigen und spielerischem Klatschen. Hintergrund der Performance «CLAP & SLAP»  ist eine politische Realität. Nach der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 haben sich die Spannungen in umliegenden Ländern verschärft.  Besonders zwischen Litauen und Belarus, der Länder der beiden Künstler*innen Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev. Während Agnietė Lisičkinaitė in Vilnius vor der belarussischen Botschaft demonstriert, beteiligt sich Igor Shugaleev an den Protesten in Belarus 2020, worauf er das Land verlassen muss.

Zwischen den beiden Künstlern entfaltet sich – ausgehend von parallelen Erlebnissen und unterschiedlichen Positionen – ein zögerlicher Dialog über Zugehörigkeit und Verantwortung, Angst und Widerstand, persönliche Traumas und geopolitische Gewalt.

Wie viel individuelle Verantwortung trage ich? Habe ich genug getan, um gegen Gewalt anzutreten? Wo muss ich in meinen Überzeugungen standhaft bleiben und wann auch unangenehmen Dialog aushalten? Ein emotionales Stück ohne einfache Feindbilder und ohne Versprechen von Versöhnung.

Daten und Tickets

Vorstellungen ab heute

Begleitprogramm

Publikumsgespräch

So 16.8., nach der Vorstellung

 

Stammtisch
Kunst als aktivistische Praxis im Krieg

Fr 14.8., 21.00 Uhr

Barrierefreiheit

Zugänglich mit Rollstuhl Mit Untertiteln

Einfach gesagt

«CLAP & SLAP» (auf Deutsch: «Klatschen und Schlagen») bringt zwei befreundete Künstler*innen aus Belarus und Litauen auf die Bühne. Die Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern sind seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine stark belastet. Das liegt daran, dass die Staatschefs von Belarus und Russland sehr eng zusammenarbeiten. Und auch daran, dass die Menschen in Belarus Russisch sprechen. Die Menschen in Litauen haben Angst, dass auch sie angegriffen werden könnten.

Die beiden Künstler*innen sprechen über die Spannungen zwischen ihren Ländern. Sie betrachten das Thema von verschiedenen Seiten her: politisch, geografisch, gesellschaftlich und persönlich. Sie sprechen zusammen und Tanzen. Das Klatschen spielt eine wichtige Rolle.

Inhaltliche und Sensorische Hinweise

Die Aufführung setzt sich mit Krieg und politischer Verfolgung auseinander.
Sie enthält partielle Nacktheit (Oberkörper) sowie Darstellungen körperlicher Gewalt.
Die Performenden klatschen sich selbst und einander auf verschiedene Körperteile und ins Gesicht.
Das Publikum wird direkt angesprochen. Theaternebel wird eingesetzt.

 

Künstlerische Leitung und Besetzung

Konzept, Choreografie & PerformanceAgnietė Lisičkinaitė, Igor Shugaleev
KompositionAgnė Matulevičiūtė
BühnenbildOles Makukhin
DramaturgieBush Hartsorn
RegieberatungOlga Lapina
LichtdesignPovilas Laurinaitis
Übersetzungauawirleben
OperatorPovilas Laurinaitis
FotoDonatas Ališauskas



Produktion

ProduktionBe Company / Agnietė Lisičkinaitė
KoproduktionZürcher Theater Spektakel
UnterstützungLitauischer Kulturrat
ResidenzenRadialsystem Berlin, Studio ALTA, Bora Bora dance centre, Santarcangelo Festival
PremiereMai 2025, New Baltic Dance Festival, Vilnius

Rote Fabrik, Fabriktheater

Lageplan

Politische Performance. Rhythmus & Körper. Komplexe Realität

Nominiert für den ZKB Förderpreis

Dauer

50 Min.

Sprache

English

Übertitelungen

Deutsch

Alter

interessant ab 14 Jahren