01.07.2026

Common questions 2/10

10 Antworten von Pavol Liska

Common questions ist eine Serie von 10 Fragen an 10 Künstler*innen aus dem diesjährigen Programm des Zürcher Theater Spektakels. Die nächsten 10 Antworten kommen aus New York von Pavol Liska, Mitbegründer vom Nature Theater of Oaklahoma, die mit ihrem neuen Stück «Pizza or A Door in the Dark does not Dance» nach Zürich kommen.  

24.06.2026

Common questions 1/10

10 Antworten von Ásrún Magnúsdóttir, Egill Andrason, Salóme Júlíusdóttir

Common questions ist eine Serie von 10 Fragen an 10 Künstler*innen aus dem diesjährigen Programm des Zürcher Theater Spektakels. Die ersten 10 Antworten kommen aus Reykjavík von Ásrún Magnúsdóttir sowie den Performer*innen Egill Andrason und Salóme Júlíusdóttir aus «Teenage Songbook on Love and Sex».  

23.06.2026

DEMOKRATIE LEBT DAVON, DASS MENSCHEN SICH ENGAGIEREN UND MISSSTÄNDE BENENNEN

Interview mit Helen Keller

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stehen weltweit unter Druck. Wie widerstandsfähig sind demokratische Institutionen gegenüber politischer und gesellschaftlicher Polemisierung? In Zürich, in der Schweiz und international. Als ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und Professorin für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Universität Zürich verbindet Helen Keller wissenschaftliche Perspektiven mit langjähriger internationaler Praxis. Sie beschäftigt sich täglich mit Fragen zu unabhängigen Gerichten, Menschenrechten oder Gewaltenteilung, jetzt auch als wissenschaftliche Beirätin beim Pre-Enactment «Allianz der letzten Demokratien».  

19.06.2026

Theater nach der liberalen Demokratie

Essay von Pascal Gielen

Viele künstlerische Arbeiten dieser Ausgabe führen auf eindringliche Weise vor Augen, wie fragil demokratische Strukturen sein können, aber auch, welches Potenzial im gemeinschaftlichen Handeln liegt. Der belgische Soziologe, Kunsttheoretiker und Autor Pascal Gielen beschäftigt sich seit Jahren mit dem Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft. In seinem Essay beschreibt er Demokratie nicht als festes, einheitliches System, sondern als ein spannungsreiches Zusammenspiel verschiedener Praktiken.  

26.05.2026

Ich liebe es, mich auf das Ungleichgewicht einzulassen und zu spielen

Interview mit Vimala Pons

Die Multimedia-Künstlerin Vimala Pons arbeitet als Performerin, Regisseurin, Musikerin und Zirkuskünstlerin. Ihr Leben bewegt sich zwischen Extremen: Sie präsentierte einen Film bei den Filmfestspielen von Cannes und trat nur einen Tag später in einem Gefängnis in Marseille auf. Eine enorme emotionale und geografische Diskrepanz, die ihr Bodenhaftung verleiht und zugleich eine ständige Herausforderung darstellt, das Gleichgewicht zu bewahren. In ihrer Arbeit erforscht sie Zustände des Gleichgewichts und des Ungleichgewichts in Bezug auf Körper, Sprache und Emotionen – Themen, die auch die diesjährige visuelle Kampagne sowie die Festivaleröffnung „Honda Romance“ im Schiffbau prägen.  

28.04.2026

Kunst löst keine politischen Probleme, aber sie verändert, wie wir miteinander umgehen

Interview mit Nabil Al-Raee

Der Schauspieler, Autor und Regisseur Nabil Al-Raee war viele Jahre lang künstlerischer Leiter des Freedom Theatre, einem Theater- und Kulturzentrum im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland. Seit 2006 entstehen hier professionelle Produktionen, die international auf Tournee gehen, und im Lager sowie der Umgebung werden Workshops und Fortbildungen angeboten. Weltbekannt wurde das Theater durch den niederländisch-israelischen Dokumentarfilm «Arna’s Children». Heute ist es vom israelischen Militär besetzt. In seinem dokumentarischen Solo «Trapped in Hope», das im Rahmen des kommenden Theater Spektakels im August gezeigt wird, erzählt Nabil Al-Raee seine eigene Geschichte – ein Beispiel für viele palästinensische Biografien.  

24.03.2026

Zwischen Zeug*innenschaft und Verantwortung

Interview mit Diana Rojas-Feile

Die Künstlerin und Forscherin Diana Rojas-Feile arbeitet an der Schnittstelle von Performance und Klangkunst. Seit drei Jahren recherchiert sie zu politischer Gewalt und zur Kontinuität des Bürgerkriegs in Kolumbien, einem der längsten und komplexesten bewaffneten Konflikte weltweit. Mit dem Friedensvertrag 2016 gab es nach rund 50 Jahren offiziell ein Ende, doch der Konflikt ist nicht verschwunden. Er hat neue Formen angenommen – auch weil ehemalige Kombattant*innen trotz Zusagen weiter verfolgt wurden und sich zum Teil wiederbewaffnen.  

24.02.2026

WAS WERDEN WIR TUN, WENN DER KRIEG BEGINNT – KÄMPFEN ODER FLIEHEN?

Interview mit Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev

Am 24. Februar 2022 begann der Angriff der russischen Armee auf die Ukraine, auch vom belarusischen Gebiet aus. Die Tanzkünstler*innen Agnietė Lisičkinaitė (Litauen) und Igor Shugaleev (Belarus/Polen) reflektieren in ihrer Arbeit, wie dieser Krieg die ganze postsowjetische Region erschüttert. Für das Onlinemagazin sprachen wir mit den Tanzkünstler*innen Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev über Leben im Schatten permanenter Bedrohung, Schuld, Verantwortung und politische Zuschreibungen – und über die Frage, was Neutralität heute noch bedeutet.  

23.02.2026

Weitere Interviews aus dem Magazin 2025

Zu weiteren Interviews und Essays des letztjährigen Magazins, u.a. mit Philippe Quesne, Nancy Fraser, Manuela Infante, Dorothée Munyaneza, Ulokcwinyu Ubia Hope, Juan Onofri Barbato und Ali Chahrour.